Infos zur neuen Saison

Hallo Kleeblattfans,
ab Samstag rollt endlich wieder der Ball in unserem geliebten Sportpark und auch wir waren in der Sommerpause nicht untätig. Ab sofort findet ihr uns nicht wie gewohnt am Stand von Horidos, sondern direkt gegenüber in den neuen Containern des Fanprojektes. Hier könnt ihr eure Freunde mitbringen, damit auch diese sich solidarisch zeigen und Mitglied beim weiß-grünen Hilfefonds werden, euch Infos holen und beraten lassen und auch die bereits vor längeren angekündigten Solishirts können nun endlich für 15 Euro erworben werden!
Let’s get united! Kleeblattfans sind solidarisch!

Neue Infobroschüre online

Vielen Dank an Alle, die am vergangenen Sonntag an unserem Infostand oder den Infowänden vorbeigesehen bzw. am Glücksrad gedreht haben!
Wir hoffen mit dem Aktionstag gute Aufklärungsarbeit geleistet zu haben und freuen uns auf potentielle neue Mitglieder. Die neue überarbeitete Infobroschüre des weiß-grünen Hilfefonds gibt es ab jetzt übrigens auch online zum Download!

Stadiontag

hilfefonds-stadiontag

Servus Kleeblattfans,
wir stehen vor spannenden vier restlichen Spielen der Saison in der es primär natürlich um die sportliche Existenz des Vereins geht. Sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen muss für den Klassenerhalt unseres Kleeblatts mehr als nur 100% gegeben werden. Daneben wird das Thema Fanrechte auch abseits jeglicher sportlicher Situation dauerhaft präsent sein. Für das letzte Heimspiel gegen Duisburg hat sich der Weiß-Grüne Hilfefonds als Anschluss an den durchaus erfolgreichen 1. Fürther Fanrechtetag etwas Besonderes einfallen lassen. Wir werden somit am 33.Spieltag etwas ausgiebiger in unserem Sportpark vertreten sein und euch mächtig was vor den Latz knallen. Es werden zum letzten Heimspiel Infostellwände aufgebaut über die ihr euch entsprechend zu diversen Themen rund um Fanrechte, aktuelle Rechtssprechungen oder Verhaltenstipps informieren könnt. Diese findet ihr an diesem Spieltag auch in der brandneuen dritten Auflage unserer Infobroschüre, die an diesem Tag gegen Spende zu erwerben ist. Zudem wird ein Rechtsanwalt vor Ort sein, um euch bei eventuellen Fragen oder Erstberatungen zur Seite zu stehen. Weiterhin wird es neben einem Solispiel neue Merchartikel geben. Selbstverständlich könnt ihr euch auch an diesem Tag wieder kostenlos einen Muster-Auskunftsersuch mitnehmen, um zu checken welche Behörde euch wo und wann gespeichert hat. Wer von alledem nicht genug bekommt darf sich zusätzlich auch noch die Ehre erweisen und sich beim Hilfefonds eine Mitgliedschaft sichern. Anträge gibt´s bequem vor Ort oder auch online auf hilfefonds.de als Download. Kommt also frühzeitig am Heimspiel gegen Duisburg hinter die Nordtribüne, packt ordentlich Wissensdurst und Kohle ein und unterstützt den Weiß-Grünen Hilfefonds.
Let´s get united! Kleeblattfans sind solidarisch.

++++++++DERBYINFOS++++++++

Servus Kleeblattfans,

die Tage sind gezählt und bereits morgen ist es Zeit für das 264. Derby zwischen der Spielvereinigung Fürth und unserem Nachbarn. Neben dem Wettkampf auf dem Rasen sowie auf den Rängen bringen solche Spiele erfahrungsgemäß immer auch das ein oder andere Stresspotential durch Sicherheitsbehörden mit sich. Daher möchten wir euch noch ein paar wichtige Verhaltenstipps für den kommenden Samstag mitgeben:

– Lasst euch nicht von der Polizei/USK provozieren und versucht möglichst ruhig zu bleiben

– Bei einer Personalienkontrolle sind lediglich folgende Angaben zu machen: Vor- und Nachname, Adresse, Wohnort, Familienstand und Arbeitsverhältnis (Schüler, Student, Angestellter,…)
Ansonsten gilt: Keine Aussage gegenüber der Polizei!

– Bei einer Festnahme gilt: Bewahrt Ruhe! Ihr habt das Recht während einer Ingewahrsamnahme eine Person eures Vertrauens, einen Anwalt oder einen Angehörigen telefonisch zu verständigen. Wir raten dazu, dass ihr euch unter unserer Notfallnummer meldet. Wir haben am Samstag für euch Anwälte in Bereitschaft, die euch im Fall der Fälle unterstützen können. Während des Telefonats gebt ihr bitte folgendes an: 1) euren Ort, 2) Was wird euch zur Last gelegt? 3) Ggf. Kontaknummer der Dienststelle auf der ihr euch befindet.
Selbstverständlich sollt ihr uns auch kontaktieren, wenn ihr von anderen Kleeblattfans mitbekommt, dass diese verhaftet wurden.
Unsere Notfallnummern lauten: 0176/45604251 oder 0176/45604252

– Handynutzung: Wie immer gilt keinerlei strafrechtlich relevante Daten auf euren Handys zu speichern. Am Telefon sind keinerlei Dinge zu besprechen, die ihr oder ein Freund oder wer auch immer gemacht haben sollt/soll. Denkt daran, dass die Sicherheitsbehörden insbesondere an solchen Brisanzspielen immer mit hören können. Löscht zudem regelmäßig eure Chatverläufe, wenn ihr euch unsicher sein sollet. Schaden kann es nie!
Unsere ausführliche Infobroschüre könnt ihr euch auch immer hier runterladen:
http://hilfefonds.de/…/2016/06/Infobrosch%C3%BCre-2.-Auflag…

Ansonsten wünschen wir allen Kleeblattfans einen möglichst stressfreien Derbytag.

Gemeinsam zum Derbysieg!

Euer Weiß-Grüner Hilfefonds

Unsere Notfallnummern: 0176/45604251 oder 0176/45604252
(Wundert euch nicht, wenn sich am Ende der Leitung ein Mitarbeiter des Fanprojekts Fürth meldet; diese stehen am Samstag in permanentem Kontakt mit uns und treten sowohl mit uns als auch unseren Anwälten in Kontakt)

Fanrechtetag

Hier bereits vorab das Rahmenprogramm. Es lohnt sich also definitiv den gesamten Nachmittag frei zu halten! Alle hin da!

Programm:

13:00 Uhr Ankommen
13:12 Uhr Begrüßung, Vorstellung und Tagesablauf
13:30 Uhr: Rechtsanwältin Martina Schultzky „Veränderungen Strafrecht“
14:30 Uhr Pause
15:00 Uhr Fanprojekt „Stadionverbote und Stadionverbotskommission in Fürth“
16:00 Uhr Pause und Essen
16:45 Uhr Referenten aus Leipzig „Überwachung von Fußballfans“

Im Anschluss: Auflösung Soliquiz und Preisverleihung

Ende: ca. 18h

Während des gesamten Veranstaltung: Solispiele und Infostellwände

Programm zum Fanrechtetag

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1. Fürther Fanrechtetag

Fußball, Fans, Polizei.
Eine Kombination, die über alle Ligen hinweg zum Spieltag zu gehören scheint, wie für manchen das Kaltgetränk auf dem Stehplatz. Oft werden Fans als Verursacher von Konfliktsituationen gesehen, die polizeiliche Maßnahmen nach sich ziehen. Gerät man als Fan in eine polizeiliche Maßnahme, weiß man oft nicht, wie die Pflichten und Rechte der beteiligten Parteien genau ausformuliert sind. Maßstab, Verhältnismäßigkeit und Befugnisse bleiben oft unklar. Wir wollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Der erste Fanrechtetag in Fürth möchte an das bereits bestehende Rechtshilfeangebot des Weiß-Grünen Hilfefonds anknüpfen und alle Kleeblattfans über ihre Rechte informieren. Geplant sind u.a. Blöcke zu den Themen Änderungen in der Strafverfolgung, Stadionverbote und Überwachung. Dazu warten viele Materialien und Stände mit Informationen auf euch, die uns Fußballfans im Besonderen betreffen. Erwerbt neue Soliartikel, nehmt an den Solispielen teil und unterstützt den Weiß-Grünen Hilfefonds!
Für Verpflegung in flüssiger und fester Form ist ebenfalls gesorgt.

Wann und Wo?
Samstag, 16.12.17
13:00 Uhr
Fanprojekt Fürth
Theresienstr. 17
90762 Fürth

Eine Veranstaltung des Weiß-Grünen Hilfefonds und des Fanprojekts Fürth
Weitere Infos folgen in Kürze…

Ab sofort findet ihr uns auch auf Facebook.

Auch wenn wir zugegeben nicht die größten Fans dieser Plattform sind möchten wir dennoch die Möglichkeit nutzen, um euch neben dem Newsletter und der HP auch auf diesem Weg auf dem Laufenden zu halten.

 

Elektroschockpistolen beim USK?

Nach Informationen des BR ist der Einsatz von Elektroschockwaffen bei der bayerischen Polizei zu Testzwecken geplant. Unter anderem das bayerische USK soll mit Waffen ausgerüstet werden, die geeignet sind, über dünne Drähte 50.000 Volt durch den Körper des Betroffenen zu jagen und damit dessen Muskulatur lahm zu legen.

Mehr zu diesem Vorhaben: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/polizei-regensburg-straubing-taser-100.html

Der Einsatz derartiger Waffen steht u.a. deshalb in der Kritik, da aufgrund von mehreren Studien mit unterschiedlichem Ergebnis noch unklar ist, wie gefährlich Elektroschockwaffen tatsächlich sind. Zudem senken solche vermeintlich „harmlosen“ Waffen die Hemmschwelle der Beamten, zu einer Waffe zu greifen.

Reform der Strafprozessordnung – Gibt es neuerdings eine Erscheinungspflicht für Zeugen bei der Polizei?

Am 24.08.2017 trat das Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens in Kraft. Das Gesetz brachte umfassende Änderungen der Strafprozessordnung (StPO) mit sich. Eine Änderung könnte insbesondere für aktive Fußballfans besonders relevant werden.
 
Danach sind Zeugen (nicht Beschuldigte) gem. § 163 Abs. 3 bis 7 StPO künftig verpflichtet, auf Ladung der Polizei zu erscheinen und auszusagen, wenn dem ein Auftrag der Staatsanwaltschaft zugrunde liegt. Bisher galt eine Erscheinungspflicht von Zeugen nur für gerichtliche und staatsanwaltschaftliche Vernehmungen. Es war also klar, dass man in der absoluten Regel nicht zu Vorladungen der Polizei gegangen ist. Als Beschuldigter sowieso nicht und auch nicht als Zeuge!
 
Aber auch nach der neuen Rechtslage müsst ihr nicht jeder polizeilichen Zeugenvorladung Folge leisten. Voraussetzung hierfür ist vielmehr ein Auftrag seitens der Staatsanwaltschaft. Dieser obliegt nach wie vor die Gesamtverantwortung für eine ordnungsgemäße Durchführung des Strafverfahrens – und nicht der Polizei. Danach ist es auch die Staatsanwaltschaft, welche selbst festzustellen hat, ob ein Zeuge zum Erscheinen verpflichtet werden soll und ob die Vernehmung durch die Polizei durchgeführt werden kann. Das bedeutet, dass der Ladung durch die Polizei stets ein einzelfallbezogener Auftrag der Staatsanwaltschaft zugrunde liegen muss. Hier liegt aber auch eine große Gefahr des Missbrauchs. So bleibt das Gesetz hier unglaublich vage. Dem Wortlaut nach, würde es nämlich auch reichen, wenn ein Staatsanwalt der örtlichen Polizei vorab den pauschalen „Auftrag“ gibt, in allen seinen Verfahren die Zeugen zu laden und in eigener Regie zu vernehmen. Diese Vorgehensweise würde allerdings nicht der Gesetzesbegründung entsprechen.
 
Zukünftig wird es also polizeiliche Vorladungen mit und ohne Erscheinungspflicht geben. Die Polizei hat in ihrem Ladungsschreiben unmissverständlich darauf hinzuweisen, um welche Art von Vorladung es sich handelt.
 
Inwiefern sich die Ermittlungsbehörden zukünftig diesem Instrumentarium bedienen werden, bleibt abzuwarten. Bisher waren staatsanwaltliche Vernehmungen vergleichsweise selten. Gleichzeitig ist es umso wichtiger, dass ihr euch bei Post von der Polizei stets rechtlichen Rat einholen solltet. Glaubt in keinem Fall Aussagen von Polizeibeamten, die u.U. behaupten werden, dass ihr zu einer Zeugenvernehmung in jedem Fall zu erscheinen habt.
 

Zusammengefasst stellt die Gesetzesänderung mal wieder ein Instrument dar, staatliche Repression zu stärken und die Rechte des Einzelnen zu unterwandern. Die Erscheinungspflicht führt zu erhöhten Möglichkeiten, „Zeugen“ auf die Dienststelle zu bekommen und dort entsprechend zu bearbeiten. Gerade bei Menschen, die sich ihrer Rechte nicht sicher sind, führt dies zu der Gefahr, dass diese als vermeintlich erscheinens- und aussagepflichtiger Zeuge erst mal Angaben zur Sache machen, die sie ohne Pflicht zum Erscheinen nie gemacht hätten. Dadurch kann man nicht nur andere, sondern auch sich selbst erheblich in die Bredouille bringen. Der Grat zwischen Zeuge und Beschuldigtem ist gefährlich schmal. Dennoch sollte man sich stets auf sein Recht berufen, anwaltlichen Beistand zu bestellen und von seinen Auskunftsverweigerungsrechten Gebrauch machen!
 
Falls du demnächst eine Vorladung als Zeuge von der Polizei bekommst, wende dich an den Weiß-Grünen-Hilfefonds und frag nach was zu tun ist!
(Autor: RA Michael Brenner, anwaelte-breite-gasse.de)