2. Fanrechtetag – 03.11.18

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Vorfälle beim Spiel SpVgg Fürth – Jahn Regensburg

Am Samstag, den 06.10.18 gastierte zum 9. Spieltag der zweiten Bundesliga der Jahn aus Regensburg in Fürth. Rund um das Fußballspiel ereigneten sich einige Geschehnisse, welche wir nicht unkommentiert lassen möchten. Da Polizeiberichte von den Zeitungen unkommentiert und ohne diese zu hinterfragen übernommen werden, sehen wir uns als solidarische Rechtshilfegemeinschaft dazu gezwungen, die Tatsachen klarzustellen.

Auf Seiten der Kleeblattfans kam es vor dem Spiel zu vier Festnahmen, welche – so zumindest suggeriert es der Polizeibericht – versucht hätten, friedliche Jahnfans anzugreifen. Diese wurden anschließend lediglich präventiv in Gewahrsam genommen. Begründet wurde dies mit dem Polizeiaufgabengesetz in Bayern. Zusätzlich beobachten wir bei Heimspielen seit einigen Wochen eine härtere Gangart der Polizei. So wird der Marsch der Ultragruppen vom Stadion zur Fankneipe mittlerweile eng von USK-Einheiten begleitet, obwohl durch den neuen Gästeeingang eine Konfrontation auf diesem kurzen Marsch unmöglich ist. Es postieren sich stattdessen vermehrt Polizeikräfte in dem Bereich vor der Nordtribüne und vor den Ständen der verschiedenen Gruppen und des Fanprojekts. Ein weiteres Beispiel ereignete sich am Morgen des vergangenen Spieltages, als Kleeblattfans von USK-Beamten daran gehindert wurden sich auf der Fürther Kirchweih frei zu bewegen. Nach dem Spiel wurde die Fankneipe von großen Gruppen Einsatzkräfte umzingelt, obwohl die Gästefans aus Regensburg längst abgefahren waren. Für uns ergibt all dies keinen Sinn und wirkt auf viele Fans beängstigend und willkürlich.

Viel skandalöser sind allerdings die Geschehnisse, welche die Gästefans aus der Oberpfalz erleiden mussten. Wir als Solidargemeinschaft versuchen selbstverständlich auch Gästefans zu unterstützen und für diese eine Öffentlichkeit zu erzeugen. Deshalb konnten wir den Jahnfans vor Ort eine Anwältin zur Verfügung stellen und dokumentieren hier die Stellungnahme der Ultras Regensburg. Vorweg möchten wir allerdings noch einige Fragen hierzu loswerden.

Grundsätzlich fragen wir uns, weshalb sich die einsatztaktische Grundausrichtung der Fürther Polizei in den letzten Wochen geändert hat. Bisher wurde Gästefans immer die Wahl zwischen einem Marsch oder den zur Verfügung gestellten Shuttlebussen gelassen. Nach unseren Erkenntnissen kam es bei Heimspielen des Kleeblatts auch noch nie zu Angriffen auf die Märsche der Gästefans. Sicherlich ist es aus Polizeisicht nachzuvollziehen, dass die Polizei eine größere Gruppe Jahnfans nicht durch die Fürther Kirchweih laufen lassen wollte. Allerdings hätte es hierzu durchaus Alternativen gegeben. Hierbei hätte Kommunikation zwischen allen Beteiligten zur Deeskalation beigetragen. Uns stellt sich die Frage, warum diese nicht gesucht wurde. Sowohl das Fanprojekt Regensburg, als auch der Fanbeauftragte waren vor Ort und wurden von der Polizei nicht als Kommunikator gesucht.

In den letzten Jahren hat sich das Kleeblatt überregional einen guten Ruf bei Gästefans erarbeitet. Ein Beispiel hierfür ist das regelmäßig gute Zeugnis, welches Dynamofans in ihrem Auswärtsfragebogen Fürth ausstellen oder aber auch der schon zwei Mal in Folge gewonnene Preis für den besten Gastgeber der Liga, verliehen durch Union Fans. All dies war Ergebnis guter Zusammenarbeit des Sicherheitsdienstes, der Vereine, Fanprojekte und der Polizei. Aber auch der Kleeblattfans, welche sich für gute Bedingungen eingesetzt haben. Wir, der weiß-grüne Hilfefonds sehen diesen Ruf in Gefahr und fordern alle am Spieltag beteiligen Personen dazu auf, zurück zu einer deeskalierenden Einsatzstrategie zu kommen.

Wir wünschen allen Verletzten gute Besserung und viel Erfolg und bei der Aufklärung der Sachlage. Wir unterstützen dabei die Jahnfans und bitten weiterhin alle Versäumnisse der Fürther Polizei an uns weiter zu leiten.

Kleeblattfans sind solidarisch!

Der Weiß-grüne Hilfefonds im Oktober 2018

 

 „Stellungnahme der ULTRAS REGENSBURG:

Nachdem diverse regionale und überregionale Medien derzeit munter ohne weitere ernsthafte Recherche den Polizeibericht abschreiben, wollen wir, die Ultras Regensburg, unsere Sicht auf den Polizeieinsatz rund um das Auswärtsspiel in Fürth am 06. Oktober schildern.

Unsere Gruppe hatte im Vorfeld zur gemeinsamen Zugfahrt nach Fürth aufgerufen. Wie bei den vergangenen Partien gegen Fürth II in der Regionalliga vor drei Jahren und dem letzten Aufeinandertreffen vor rund einem halben Jahr, wollten wir vom Bahnhof zu Fuß zum Stadion gehen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde uns nirgendwo auch nur im Ansatz mitgeteilt, dass dies diesmal nicht möglich sei. Dass sich der Weg heute ändern würde, bekam man durch eine Polizeikette „kommuniziert“. Diese versperrte den bekannten Weg durch die Unterführung des Fürther Hauptbahnhofs Richtung Stadt. Kooperativ ließ man sich auf die neue Route links aus dem Bahnhof heraus ein. Dort wurde uns gesagt, dass Shuttlebusse heute der einzige Weg zum Stadion sein würden. Dieses „Angebot“ solle man nutzen, weil man sonst nicht zum Spiel dürfe. Untermalt wurde diese Aussage durch bereits zu diesem Zeitpunkt in der Körpersprache äußerst aggressiv auftretende sogenannte Polizeibeamte, die ihrem Armschild nach eindeutig dem Unterstützungskommando (USK) zuzuordnen waren.

Nach diversen Diskussionen bewegte sich unsere Gruppe Richtung Busse. Und ja man ist dann links abgebogen, vorbei am ersten vollen Bus und ja man hat versucht an den Bussen entlang doch zu Fuß Richtung Stadion zu gehen. Man hat tatsächlich versucht, als freier Bürger einen Weg zu Fuß statt mit dem Bus zurückzulegen. Es wurde dabei aber definitiv keine Polizeiabsperrung durchbrochen, wie im Polizeibericht behauptet. Als die Polizei sich aufbaute und zu schubsen begann, blieb die Gruppe stehen. Anschließend beruhigte sich die Situation kurz, bevor das USK ohne Vorwarnung in die Offensive ging und massiv auf Jahnfans einschlug. Ein Mitglied unserer Gruppe wurde dabei von hinten (!) mit dem Schlagstock auf den Kopf geschlagen und musste später ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dabei ergab sich als Diagnose eine Schädelprellung, Einblutungen in Hals und Nacken sowie eine leichte Gehirnerschütterung. Der behandelnde Arzt wies darauf hin, dass bei einem 2 cm höheren Treffer die Schädeldecke eingeschlagen worden wäre. Nicht der einzige Schlag, der an diesem Tag seitens der sogenannten Polizisten nachweislich genau so gut tödlich hätte enden können. In der Folge versuchten wir uns lediglich vor weiteren Verletzungen durch die Schlagstockangriffe zu schützen. Von gezielten Angriffen auf Polizeibeamten kann dabei definitiv nicht die Rede sein. Um die Situation zu deeskalieren und unter Androhung weiterer Gewalt („Steigt jetzt in die scheiß Busse, sonst schepperts nochmal!“) entschieden wir uns schließlich doch das „Angebot“ der Shuttlebusse wahrzunehmen.

Während die Fahrt mit den Shuttlebussen absolut ruhig und störungsfrei verlief, ließ am Stadion angekommen die nächste Eskalation nicht lange auf sich warten. Zwei Polizeibeamte führten nach dem Busausstieg einen Jahnfan ohne Gegenwehr ab, während ihre Kollegen wieder unter Schlagstockeinsatz die auch zu diesem Zeitpunkt friedliche Gruppe an Jahnfans, bestehend aus Zugfahrern und privat in Bussen oder PKWs angereisten Fans, auseinandertrieben. Durch eine aufgebaute Polizeikette war zeitweise der Gang auf die Toilette oder zurück zu den Bussen und PKWs nicht möglich. Zunächst hieß, dass uns gegenüber keine Angaben bezüglich der Festnahme gemacht werden können. Wenig später wurde jedoch von Seiten des USK gezielt die falsche Information verbreitet, dass die Festnahme wegen angeblich versuchtem Totschlag erfolgt ist, vermutlich um die Situation weiter aufzuheizen. Auf weitere verbale Provokationen durch die Polizei (wie beispielsweise „Ist es heute Ultra zu diskutieren statt zu boxen?“) wurde seitens unserer Gruppe nicht weiter eingegangen.

Auf Grund der bisherigen Vorfälle war es für unsere Gruppe logischerweise nicht möglich zur Tagesordnung überzugehen und so blieben insgesamt ca. 150 Jahnfans aus Solidarität mit dem Verletzten auf dem Platz hinter dem Gästeeingang stehen. Dieser war von allen Seiten abgesperrt, was es noch viel unverständlicher machte, warum die Beamten sich immer wieder neu um uns herum positionierten und dabei mehrmals Helme und Handschuhe aufzogen, als sollte es gleich zu ihrem nächsten Angriff kommen. Unsere Gruppe verhielt sich trotz der bedrohlichen Szenerie hier absolut ruhig.

Von dieser Ruhe hatte die Polizei kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit dann offensichtlich genug. Als gerade ein Großteil der wartenden Gruppe etwa in der Mitte des Platzes vor dem Gästeeingang stand, entschloss sich der vom Stadion aus gesehen rechte Polizei Trupp nicht etwa rechts oder links vorbei zu gehen, sondern direkt durch die wartende Menschengruppe hindurch zu laufen. Nur wenige Augenblicke später schlugen die Beamten aus der Mitte dieser Menschengruppe heraus auf alles und jeden ein, der ihnen in die Quere kam. Welche Intention bzw. welches Ziel (außer weitere Gewaltanwendung) sich dahinter verborgen hat, direkt durch die wartende Menschenmenge zu laufen anstatt an ihr vorbei erschloss sich keinem der dort Anwesenden. Auch hier wurde wieder ein Jahnfan durch Beamte bewusstlos geschlagen und anschließend von ihnen wie ein Kartoffelsack über den Asphalt davon geschleift. Auch er musste in die Notaufnahme, konnte aber glücklicherweise das Krankenhaus mit einer Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden am selben Tag noch verlassen. Als sich immer mehr Jahnfans im Stadion mit uns solidarisierten und mehrere hundert weitere Personen selbiges verlassen wollten, wurden diese durch Polizei und Ordnungsdienst daran gehindert. Dies führte zu tumultartigen Szenen, wobei auch ein Zaun niedergerissen wurde. Der Einsatz des Pfeffersprays war dabei derart flächendeckend und rücksichtslos, dass selbst auf der Tribüne noch Leute damit zu kämpfen hatten, von den Jahnfans (darunter auch Frauen, Kindern und ältere Menschen), die in der Nähe waren, ganz zu schweigen. Hierbei musste man unter anderem Kinder sehen, die panisch nach Luft schnappten, ein Mann mit Behinderung der aggressiv angegangen wurde und eine Frau die beinahe kollabierte, der aber der Weg zum nächsten Waschbecken verwehrt wurde. Dies soll an dieser Stelle nur einen Eindruck von der, durch die Polizei verursachten Situation, vermitteln und steht exemplarisch für zahlreiche Augenzeugenberichte und Gedächtnisprotokolle. Mehrere Versuche die Einsatzleitung festzustellen oder sonstige Auskünfte, die von den Jahnfans bei der Polizei angefragt wurden, wurden selbstverständlich abgeschmettert. Dementsprechend groß war das Entsetzen der „normalen“ Fans, die diese Vorgänge wohl so nicht geglaubt hätten, wären Sie nicht selbst dabei gewesen

Es ist uns bis heute schleierhaft, warum die Polizei bereit war, die Lage so zu eskalieren. Es waren sichtbar so viele Beamte im Einsatz, wie noch nie bei einem Spiel zwischen Fürth und Regensburg. Ist es da nicht möglich eine Fangruppe ohne massive Gewalteinwirkung durch eine Stadt zu begleiten? Bezeichnend ist außerdem wie arrogant und respektlos der Umgang mit den Fanbeauftragten und unserem Fanprojekt seitens der Polizei war. Von konstruktiver Kommunikation und dem Versuch der Deeskalation konnte auch in diese Richtung keine Rede sein. Unter dem Strich ein auf allen Ebenen erbärmlicher Polizeieinsatz.

Abschließend möchten wir uns noch bei allen Jahnfans bedanken, die sich mit uns solidarisiert haben. Ebenso geht unser Dank an den Fürther Fanbeauftragten und den Weiß-Grünen Hilfsfonds für die geleistete Unterstützung sowie die Fürther Ultras, die uns Ihre Hilfe bei unseren Verletzten angeboten haben.

Wir wollen und werden dem Rechtsstaat auf diversen Wegen, die wir derzeit mit Anwälten klären, die Chance geben, die skandalösen Vorgänge aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Wir sind gespannt, ob er das mit voller Energie tun wird oder ob man letztlich doch wieder vor der Exekutive kuschen muss, weil „Täter nicht ermittelbar“ sind oder das Videomaterial trotz zig Kameras dürftig ist. Wenn du selbst Opfer der Übergriffe geworden bist oder etwas gesehen hast, verfasse bitte unbedingt ein detailliertes Gedächtnisprotokoll und wende dich an das Fanprojekt Regensburg. Auch für hilfreiches Bild- und Videomaterial sind wir dankbar.“

Stellungnahme des weiß-grünen Hilfefonds zur geplanten Änderung der Stadionverordnung der Stadt Fürth zur Vorlage im Stadtrat

Der weiß-grüne Hilfefonds wurde bereits vor einigen Jahren von aktiven Anhängern der SpVgg Fürth ins Leben gerufen. Seitdem unterstützen und beraten wir gemeinsam mit Anwälten Fans der SpVgg bei rechtlichen Problemen im Zusammenhang mit Spielen der SpVgg Fürth. In dieser Funktion möchten wir uns zur geplanten Änderung der Stadionverordnung der Stadt Fürth äußern, um auch die Bedenken und Anregungen von den letztlich betroffenen Fans mit einfließen zu lassen. Aus unserer Sicht sollten Fans bei der Änderung einer Stadionverordnung generell mit einbezogen werden, da sie direkt mit den Folgen konfrontiert werden.

Die Bedenken richten sich dabei insbesondere gegen die Neufassung des § 3 Abs. 1 StadionV Ronhof. Neu eingeführt wurde darin, dass die Polizei nunmehr befugt ist, innerhalb des Stadions Eintrittskarten zu kontrollieren. Diese Regelung ist aus Sicht der Fans aus folgenden Gründen nicht tragbar und auch unnötig:

1.
Zunächst besteht keinerlei Bedarf, dass Eintrittskarten von der Polizei kontrolliert werden. Aufgabe der Polizei ist es grundsätzlich für Sicherheit rund um das Stadion zu sorgen. Weshalb hierfür die Kontrolle von Eintrittskarten im Stadion erforderlich ist, erschließt sich uns nicht. Dies ist schlicht Aufgabe des Ordnungsdienstes. Sofern von Besuchern Störungen ausgehen, bedarf es sicherlich nicht erst einer Kontrolle der Eintrittskarte durch die Polizei, bevor diese Maßnahmen ergreifen kann.

2.
Die Polizei erhält mit dieser Regelung einen Grund und eine Rechtfertigung für permanente Präsenz in Fanbereichen. Hintergrund für diese Kritik ist vor allem das vermehrt negativ auffallende Verhalten der eingesetzten Polizeibeamten an den Spieltagen. Regelmäßig positionieren sich Einheiten aus ca. 4-6 Polizeibeamten (mit Schlagstock etc. ausgestattet) direkt vor bzw. neben den Blockeingängen im Bereich der gesamten Nordtribüne. Und das noch nicht einmal am Rand, sondern mitten unter den Besuchern, was viele Kleeblattfans als unruhestiftend und bedrohlich wahrnehmen und was z.B. auch dazu führt, dass mit Stehtischen ausgestattete Bereiche, die den Besuchern zum Aufenthalt vor dem Spiel bzw. in der Halbzeit dienen, leer bleiben. Bei vielen Fans nimmt der Unmut über dieses Verhalten immer mehr zu. Im Ronhof gab es in der Vergangenheit so gut wie nie Anlass für einen Polizeieinsatz hinter der Nordtribüne. Auch Mitarbeiter der SpVgg sprechen dieses Thema regelmäßig bei der Einsatzleitung an, weil es keinerlei Anlass für derartiges Auftreten gibt.

Bei Änderung der Stadionverordnung besteht aus unserer Sicht die Gefahr, dass dieses Verhalten zunimmt und unter Verweis auf die Stadionverordnung durchgesetzt bzw. gerechtfertigt wird. Aktuell besteht noch die Möglichkeit der SpVgg die Einsatzkräfte auf Bereiche an den Stadioneingängen zu verweisen.

Die Änderung der Stadionverordnung halten wir daher nicht deshalb für problematisch, weil ein Polizist die Möglichkeit erhält das Vorzeigen der Eintrittskarte zu verlangen, sondern weil der Polizei eine allgemeine Rechtfertigung gegeben wird, jederzeit anlasslos durch Fanbereiche im Stadion zu marschieren und für Unruhe zu sorgen.

Wir bitten Sie daher, die Regelung in § 3 Abs. 1 StadionV Ronhof zu überdenken und entsprechend zu ändern.

Weiß-grüner Hilfefonds am 25.9.2018

Datenschutz

Facebook, Twitter, Whatsapp, Signal, Telegram, Instagram oder das stinknormale Email-Postfach. Ein Großteil von uns ist in irgendeiner Form im Internet aktiv und verwendet zum Schutz seiner Privatsphäre Passwörter, die bezwecken sollen Zweite oder Dritte nicht an die eigenen Daten herankommen zu lassen. Wer aber glaubt mit „heribert1903acab“ als eigenem Passwort sicher vor Überwachung oder des „Hackens“ zu sein befindet sich auf dem Holzweg. Diverse Software, die gut und gerne auch staatlich sein kann, befindet sich im Umlauf. Diese kann bequem Konten sprich Passwörter knacken, um somit eure persönlichen Daten zu erhalten. Brisant wird es in Fällen, die in den strafrechtlichen Bereich fallen. Bekannt hierfür ist das Ausspionieren von Chatverläufen durch die Sicherheitsbehörden.
Macht es ihnen nicht zu leicht, sondern sichert euch und eure Daten!
Unter dem untenstehenden Link findet ihr etliche nützliche Tipps, wie ihr bspw. starke Passwörter erstellen könnt und somit eure Online-Privatsphäre schützt. Weitere Tipps und Anleitungen für eine sichere Online-Kommunikation könnt ihr ebenfalls dem Handbuch entnehmen.
Diese Seite wird von der Electronic Frontier Foundation, einer unabhängigen Non-Profit-Organisation, die sich seit fast dreißig Jahren für den Schutz der Online-Privatsphäre einsetzt betrieben.
Seid nicht naiv, schützt euch vor Online-Spionage!
Falls ihr Fragen zu diesem durchaus komplexen Thema habt, wendet euch an uns.

P.S: die Homepage kann auch auf Deutsch übersetzt werden.
https://ssd.eff.org/en

Infos zur neuen Saison

Hallo Kleeblattfans,
ab Samstag rollt endlich wieder der Ball in unserem geliebten Sportpark und auch wir waren in der Sommerpause nicht untätig. Ab sofort findet ihr uns nicht wie gewohnt am Stand von Horidos, sondern direkt gegenüber in den neuen Containern des Fanprojektes. Hier könnt ihr eure Freunde mitbringen, damit auch diese sich solidarisch zeigen und Mitglied beim weiß-grünen Hilfefonds werden, euch Infos holen und beraten lassen und auch die bereits vor längeren angekündigten Solishirts können nun endlich für 15 Euro erworben werden!
Let’s get united! Kleeblattfans sind solidarisch!

Neue Infobroschüre online

Vielen Dank an Alle, die am vergangenen Sonntag an unserem Infostand oder den Infowänden vorbeigesehen bzw. am Glücksrad gedreht haben!
Wir hoffen mit dem Aktionstag gute Aufklärungsarbeit geleistet zu haben und freuen uns auf potentielle neue Mitglieder. Die neue überarbeitete Infobroschüre des weiß-grünen Hilfefonds gibt es ab jetzt übrigens auch online zum Download!

Stadiontag

hilfefonds-stadiontag

Servus Kleeblattfans,
wir stehen vor spannenden vier restlichen Spielen der Saison in der es primär natürlich um die sportliche Existenz des Vereins geht. Sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen muss für den Klassenerhalt unseres Kleeblatts mehr als nur 100% gegeben werden. Daneben wird das Thema Fanrechte auch abseits jeglicher sportlicher Situation dauerhaft präsent sein. Für das letzte Heimspiel gegen Duisburg hat sich der Weiß-Grüne Hilfefonds als Anschluss an den durchaus erfolgreichen 1. Fürther Fanrechtetag etwas Besonderes einfallen lassen. Wir werden somit am 33.Spieltag etwas ausgiebiger in unserem Sportpark vertreten sein und euch mächtig was vor den Latz knallen. Es werden zum letzten Heimspiel Infostellwände aufgebaut über die ihr euch entsprechend zu diversen Themen rund um Fanrechte, aktuelle Rechtssprechungen oder Verhaltenstipps informieren könnt. Diese findet ihr an diesem Spieltag auch in der brandneuen dritten Auflage unserer Infobroschüre, die an diesem Tag gegen Spende zu erwerben ist. Zudem wird ein Rechtsanwalt vor Ort sein, um euch bei eventuellen Fragen oder Erstberatungen zur Seite zu stehen. Weiterhin wird es neben einem Solispiel neue Merchartikel geben. Selbstverständlich könnt ihr euch auch an diesem Tag wieder kostenlos einen Muster-Auskunftsersuch mitnehmen, um zu checken welche Behörde euch wo und wann gespeichert hat. Wer von alledem nicht genug bekommt darf sich zusätzlich auch noch die Ehre erweisen und sich beim Hilfefonds eine Mitgliedschaft sichern. Anträge gibt´s bequem vor Ort oder auch online auf hilfefonds.de als Download. Kommt also frühzeitig am Heimspiel gegen Duisburg hinter die Nordtribüne, packt ordentlich Wissensdurst und Kohle ein und unterstützt den Weiß-Grünen Hilfefonds.
Let´s get united! Kleeblattfans sind solidarisch.

++++++++DERBYINFOS++++++++

Servus Kleeblattfans,

die Tage sind gezählt und bereits morgen ist es Zeit für das 264. Derby zwischen der Spielvereinigung Fürth und unserem Nachbarn. Neben dem Wettkampf auf dem Rasen sowie auf den Rängen bringen solche Spiele erfahrungsgemäß immer auch das ein oder andere Stresspotential durch Sicherheitsbehörden mit sich. Daher möchten wir euch noch ein paar wichtige Verhaltenstipps für den kommenden Samstag mitgeben:

– Lasst euch nicht von der Polizei/USK provozieren und versucht möglichst ruhig zu bleiben

– Bei einer Personalienkontrolle sind lediglich folgende Angaben zu machen: Vor- und Nachname, Adresse, Wohnort, Familienstand und Arbeitsverhältnis (Schüler, Student, Angestellter,…)
Ansonsten gilt: Keine Aussage gegenüber der Polizei!

– Bei einer Festnahme gilt: Bewahrt Ruhe! Ihr habt das Recht während einer Ingewahrsamnahme eine Person eures Vertrauens, einen Anwalt oder einen Angehörigen telefonisch zu verständigen. Wir raten dazu, dass ihr euch unter unserer Notfallnummer meldet. Wir haben am Samstag für euch Anwälte in Bereitschaft, die euch im Fall der Fälle unterstützen können. Während des Telefonats gebt ihr bitte folgendes an: 1) euren Ort, 2) Was wird euch zur Last gelegt? 3) Ggf. Kontaknummer der Dienststelle auf der ihr euch befindet.
Selbstverständlich sollt ihr uns auch kontaktieren, wenn ihr von anderen Kleeblattfans mitbekommt, dass diese verhaftet wurden.
Unsere Notfallnummern lauten: 0176/45604251 oder 0176/45604252

– Handynutzung: Wie immer gilt keinerlei strafrechtlich relevante Daten auf euren Handys zu speichern. Am Telefon sind keinerlei Dinge zu besprechen, die ihr oder ein Freund oder wer auch immer gemacht haben sollt/soll. Denkt daran, dass die Sicherheitsbehörden insbesondere an solchen Brisanzspielen immer mit hören können. Löscht zudem regelmäßig eure Chatverläufe, wenn ihr euch unsicher sein sollet. Schaden kann es nie!
Unsere ausführliche Infobroschüre könnt ihr euch auch immer hier runterladen:
http://hilfefonds.de/…/2016/06/Infobrosch%C3%BCre-2.-Auflag…

Ansonsten wünschen wir allen Kleeblattfans einen möglichst stressfreien Derbytag.

Gemeinsam zum Derbysieg!

Euer Weiß-Grüner Hilfefonds

Unsere Notfallnummern: 0176/45604251 oder 0176/45604252
(Wundert euch nicht, wenn sich am Ende der Leitung ein Mitarbeiter des Fanprojekts Fürth meldet; diese stehen am Samstag in permanentem Kontakt mit uns und treten sowohl mit uns als auch unseren Anwälten in Kontakt)

Fanrechtetag

Hier bereits vorab das Rahmenprogramm. Es lohnt sich also definitiv den gesamten Nachmittag frei zu halten! Alle hin da!

Programm:

13:00 Uhr Ankommen
13:12 Uhr Begrüßung, Vorstellung und Tagesablauf
13:30 Uhr: Rechtsanwältin Martina Schultzky „Veränderungen Strafrecht“
14:30 Uhr Pause
15:00 Uhr Fanprojekt „Stadionverbote und Stadionverbotskommission in Fürth“
16:00 Uhr Pause und Essen
16:45 Uhr Referenten aus Leipzig „Überwachung von Fußballfans“

Im Anschluss: Auflösung Soliquiz und Preisverleihung

Ende: ca. 18h

Während des gesamten Veranstaltung: Solispiele und Infostellwände

Programm zum Fanrechtetag

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